Ortsheimatpflege

Kirche


Das Luftbild von 1972 (Quelle: Peiner Allgemeine Zeitung) zeigt die Kirche St. Johannis von Süden. Sie wurde 1896 bis 1898 auf den Grundstück der damaligen Pfarre errichtet. Die Grundsteinlegung fand im Oktober 1896 statt.


Die alte Duttenstedter Kirche stand ungefähr im Garten vor dem Wohnhaus (ehmaliges Geschäft Führmann) in der Bildmitte. Wie bei christlichen Kirchen üblich lag der Altar der alten Kirche ebenfalls an der Ostseite und der Turm an der Westseite des Gebäudes. Sie war umgeben vom alten Friedhof, der heute von den im Bild erkennbaren Gärten eingenommen wird.


Die Gebäude standen fast parallel zueinander. Dieses Bild hat es allerdings nie wirklich gegeben, da die alte Kirche ab Ende August 1896 abgebrochen wurde. Bis zur Weihung der Kirche St. Johannis am 25. September 1898 gab es somit für 2 Jahre keine Kirche in Duttenstedt.


Duttenstedt liegt im altsächsischen Gebiet, das von Karl dem Großen um 800 ins Frankenreich eingegliedert und christianisiert wurde. Über die ältere Kirchengeschichte des Ortes ist nichts bekannt, doch dürfte die Familie von Oberg, die später das Patronatsrecht über die Kirche ausübte und sie als Grablege nutzte, schon im Mittelalter hier eine Eigenkirche besessen haben.


Mitte des 16. Jahrhunderts wurde im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg die lutherische Reformation eingeführt. Die alte kleine Dorfkirche, die 1897 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde, stammte laut einer Jahreszahl am Nordeingang aus dem Jahr 1677. Von ihrer Ausstattung befindet sich ein 300 Jahre altes Abendmahlsgeschirr in der heutigen Kirche. Der Duttenstedter Altar, ein wertvolles Beispiel früher lutherischer Kirchenkunst nach flämischen Vorlagen, wird im Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig aufbewahrt.


In den Jahren 1897/98 wurde die heutige Kirche in neugotischen Formen aus Backstein mit Sandsteinlaibungen und -giebeln erbaut. Die dreijochige Halle wird im Westen von einem spitzhaubengekrönten Turm, im Osten von einem eingezogenen Rechteckchor mit großem Maßwerkfenster fortgesetzt.





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Detlef Haßelmann